Da wir keine eigene Mälzerei betreiben, beziehen wir unser Malz aus umliegenden Mälzereien, die aus heimischer Gerste ein aromatisches und qualitativ gutes Malz herstellen.
In der Schrotmühle wird das Malz mechanisch zerkleinert (geschrotet) und direkt in die Sudpfanne geleitet. ![]() Bei unserem Sudhaus handelt es sich um ein zwei Geräte 10 hl Sudhaus welches eine Halb-automatik besitzt.
![]() Im Sudhaus wird das Malzschrot mit Wasser vermischt (eingemaischt). Dieses wird nun auf ganz bestimmte Temperaturen erhitzt.
Hierdurch werden Enzyme aktiviert, die auf natürliche Weise beim Keimen der Gerste gewonnen wurden, dadurch werden die Malzbestandteile, Stärke und Eiweißstoffe abgebaut und gelöst, und der wichtige vergärbare Malzzucker entsteht.
Die Maische wird nun in den Läuterbottich umgefüllt und dabei nimmt man sich die „selbstfiltrierende“ Eigenschaft der Maische, die sich am Boden des Läuterbottichs durch sinkende Malzreste absetzt zu Nutze. Der Sud fließt durch den Malzkuchen am Boden des Läuterbottichs, der dabei wie ein Filter wirkt und die darin enthaltenen Schwebstoffe aus dem Sud herausfiltert. Alle Feststoffe aus der Maische scheiden sich als sogenannter Treber ab, der als Viehfutter weiter verwendet wird. Die so gewonnene klare Flüssigkeit ist die Würze.
Die Würze wird in der Sudpfanne gekocht (Sieden). Dabei wird der Hopfen zugegeben und mitgekocht, hierbei erhält unser Bier seine leicht betonte Hopfenblume die beim Nachtrunk auf der Zunge weich abklingt. Beim Kochen der Würze flockt das Eiweiß aus. ![]() Nach dem Kochen werden die in der Würze vorhandenen nicht gelösten Hopfen-bestandteile und ausgefallenes Eiweiß, der sogenannte Trub, aus der Würze entfernt. Dies geschieht im sogenannten Whirlpool (früher im Kühlschiff), in dem sich die festen Bestandteile in der Mitte des Gefäßes durch einen Teetasseneffekt absetzen. Nun kann seitlich die blanke (klare) Würze abgezogen werden.
In einem Wärmetauscher wird die klare Würze im sogenannten Gegenstromverfahren mit Eiswasser auf Anstelltemperatur (6-8 Grad) heruntergekühlt.
![]() Der abgekühlten Würze wird im Gärkeller Bierhefe zugegeben, die den Gärprozess einleitet (Anstellen). Die Hefe sorgt für den Gärprozess. Der während des Sudprozesses gewonnenene Malzzucker wird hierbei zu Alkohol und Co2 vergoren. Während dieser sogenannten Hauptgärung (ca. 8 Tage) bilden sich durch die intensive Gärtätigkeit der Hefe kräftige Schaumdecken, die Kräusen. Die nun bereits ziemlich vergorene Würze nennt man Jungbier.
![]() Das Jungbier wird anschließend in Lagertanks geschlaucht, wie der Brauer sagt. Hier wird nachgegoren. Die Lagertanks stehen unter *kontrolliertem* Druck, so dass das entstehende CO2 nicht mehr entweicht, sondern im Bier gebunden wird.
Durch die Lagerung erreicht man außerdem eine natürliche Klärung (Veredelung), da sich die Hefe weiter im Bier absetzt und somit erhält das Bier seine Reife und den endgültigen Geschmack.
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